Architektur- und Baustatik Software  
Ing.- Büro für Softwareentwicklung
GF: Dr. Hans Lothar Schütgens


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Vertiefende Beschreibung

 Mengenbezug

Über die Eingabe eines Faktors Mengenbezug kann auf komplexe Formeln zurückgegriffen werden. Details werden weiter unten unter Bauteil erläutert. Hier nur zum ersten Verständnis, über Faktoren lässt sich die Mengenermittlung steuern. So gibt es Formeln, die über die Länge der Polylinie, multipliziert mit der Raumhöhe exakt die Wandfläche und damit die Putzfläche, die Tapetenfläche usw. ermittelt. Andere Formeln berechnen über die mit der Polylinie umschlossenen Fläche und der Deckenstärke das Betonvolumen exakt.

Diese Formeln dürfen nicht mir den Faktoren von Herstellern reiner AVA Software, bzw. Ausschreibungstextanbieter verwechselt werden. Die hier begangene Vorgehensweise Mengen exakt und somit auch die Kosten exakt zu berechnen ist eine andere. Da die Raumgrundwerte wie Bodenfläche aus der Polylinie als exakter Wert aus dem CAD-Plan vorliegen, kann auch die exakte Menge berechnet werden. 

Bauteile als Kern des Programmes

Die Bauteile stellen das Besondere diese Kostenberechnungsverfahrens dar. Sie können aus weiteren Unterbauteilen bestehen und beschreiben an Hand der Element die Ausführung der Bauteile. Es handelt sich somit um ein Bauteil- und raumbuchorientiertes Kostenberechnungsverfahren.

Unterbauteile und Elemente

Die Unterbauteilbezeichnung ist das Bindeglied zwischen Bauteil, Kostengruppe und Elementen mit der Kurzbezeichnung des Unterbauteils. Die Unterbauteile stellen die eigentlichen Sammlungen der Elemente da. Ferner erfolgt über die Unterbauteile eine Verknüpfung zur DIN 276 eines jeden Unterbauteils.

Ein Bauteil kann aus mehreren Unterbauteilen bestehen. So hat der Raum des Raumbuchs  Wohnraum auch Bauteil Wohnraum genannt die Unterbauteile Fußboden, Decke, Wände, Wandbeläge mit ihren jeweiligen Verknüpfungen zur DIN 276.

In einem entsprechenden Eingabeformular werden die Elemente zu Unterbauteilen zusammengefügt. Dies geschieht über ein Abrollmenü in der Spalte der Pos.-Nummer (LBOZ1OZ2). Ferner kann die Positionsart, ob Hauptposition, Nachtrag oder Einheitsposition festgelegt werden. Zusätzlich gibt es zwei Spalten mit Faktoren, einmal Faktor_B als Faktor, der steuert, ob diese Position in dem Unterbauteil mehrfach berücksichtigt werden soll und der FaktPhy ist ein Faktor der zum Kapitel Bauphysik gehört, mit dem man prozentuale Anteile von Schichten, wie Gefachhölzer berücksichtigen kann.

     

Kostenberechnung

An Hand der Eingabe der Bauteile und der Verknüpfungen mit den Raum-CAD-Linien erfolgt die Kostenberechnung automatisch. Die Ausgabe der Kosten erfolgt nach Gewerken der VOB und nach DIN 276.

     
Die Ausgabe der Kosten kann auch je Geschoss mit den dazu gehörigen Arbeitszeiten erfolgen.

Plausibilitätskontrolle

Wichtiges Augenmerk der gesamten Kostenplanung ist die Plausibilitätskontrolle. Leider ist die DIN 276 alleine kein besonders geeignetes Instrumentarium Kostenberechnungen zu kontrollieren. Vergleichsgebäude liegen meistens nicht vor und wenn sie vorliegen, ist die Frage der Vergleichbarkeit in der Regel oft ungeklärt. 

Die Eingabekontrollen erfolgen automatisch, wenn die Bauteile dafür entsprechend eingerichtet sind. Jedes Raumbuch-Bauteil enthält ein Element D00100100 das dem VOB Gewerk 1000 zugeordnet ist, über das Raumflächen ohne Putzabzug gesondert für eine Nutzflächenberechnung gefiltert werden können. Nebenräume wie Kellerflächen erhalten das Element D00100110. Diese Raumflächen sollten sich mit den auf herkömmliche Art ermittelten Raumflächen decken. Die Berechnung erfolgt vollautomatisch, diese Kontrolle ist also sehr schnell möglich. Stimmen die Summen mit den herkömmlich ermittelten Flächen nicht überein, fehlen hier Räumflächen in der CAD-Verknüpfung oder in der Raumbuchfestlegung. Das heißt dann, es  fehlen diese Räume mit ihren Kosten auch in der Kostenberechnung.

Weitere Kontrollmöglichkeiten sind die Ausgaben von Hauptmassen, die überschläglich leicht manuell kontrolliert werden können. Es sind die Außenwand- und Fensterflächen, die mit den Flächen des Wärmeschutznachweises vergleichbar sein müssen.

Für eine Massenüberprüfung werden alle CAD mäßig erfassten Raumdaten mit ihren Raumkoordinaten je Raum ausgegeben.

   

 

 

 

 

 

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